Aktuelles
Angesichts der Planungen zur deutsch-französischen Atomwaffenkooperation: Hiroshima und Nagasaki mahnen!
Gedenkaktionen im Saarland:
•Saarlouis, Mittwoch 5. 8. 26, 17h, Französische Straße
•Saarbrücken, Donnerstag 6. 8. 26, 17h, Bahnhofstr.(Höhe Legostore)
Veranstalter: Friedensnetz Saar u. Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen Trier/Saar
Am 6. und 9. August 1945 zerstörten die USA mit zwei Atombomben die Städte Hiroshima und Nagasaki – mit verheerenden, bis heute nachwirkenden Folgen. Die Atombombenabwürfe markieren einen Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit – sie zeigten das unermessliche Zerstörungspotenzial nuklearer Waffen.
81 Jahre danach erinnern wir an das Leid der Opfer und der Überlebenden, aber auch an die anhaltende Bedrohung durch Atomwaffen. In mindestens 14 Ländern der Welt gibt es zurzeit weltweit über 12.000 Atomwaffen.
Besonders gefährlich: Es gibt heute weniger Gesprächskanäle zwischen den atomwaffenführenden Staaten als im kalten Krieg. Die Steuerungssysteme werden zunehmend komplexer. Künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle. Zur Erinnerung: 1983 konnte ein Atomkrieg aus Versehen aufgrund eines nuklearen Fehlalarms nur durch den gesunden Menschenverstand eines russischen Offiziers vor Ort verhindert werden. Wäre dies heute noch möglich?
Momentan beunruhigt uns gerade hier an der Grenze die deutsch-französische Kooperation in Hinblick auf Atomwaffen sehr. Frankreichs Präsident Macron will nuklear aufrüsten und sieht sogar den Einsatz einer Atomwaffe als "Warnung" vor. Deutschland soll dabei offenbar eine Schlüsselrolle spielen. Bundeskanzler Merz hat bereits gemeinsam mit Macron eine "Nuklear-Steuerungsgruppe" gegründet. Wir finden: An dieser gefährlichen Politik der nuklearen Aufrüstung darf sich Deutschland nicht beteiligen. Wir unterstützen die deutsch-französische Postkartenaktion "Atomwaffen-Kooperation mit Frankreich: Ceci n'est pas une option!" der Initiative "Ohne Rüstung leben!", für die wir auch in Saarlouis und Saarbrücken werben wollen.
Mit unseren Mahnwachen wollen wir daher den Opfern und den Gefahren von Atomwaffen gedenken und den folgenden Forderungen Ausdruck verleihen:
•Sofortiger Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag!
•Stopp der Planungen zur deutsch-französischen Atomwaffenkooperation!
•Rücknahme der geplanten Erhöhung von Rüstungsausgaben!
•Keine gemeinsame nukleare Abschreckung für Europa, so wie aktuell gefordert von AfD, CDU/CSU, SPD und den Grünen!
•Keine Waffenexporte, besonders nicht in autokratische Länder wie die arabische Halbinsel und Nordakfrika sowie kriegsführende Länder wie Israel, die Ukraine oder die Türkei!
•Reden statt Rüsten, auch mit Russland verhandeln
•Keine Wehrpflicht, großzügiges Asyl für Kriegsdienstgegner!
Kontakt: FriedensNetz Saar, Bilsdorfer Straße 28, 66793 Saarwellingen, [email protected], www.friedensnetzsaar.com (V.i.S.d.P.:W. Andruet)
Kurzfassung(Flyer) s.u.
